Welche Figuren gibt es beim Pole Dance?
- vor 6 Tagen
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Es gibt viele Figuren welche sich grob in essenzielle Basics, kraftbasierte und flexible Shapes aufteilen lassen. Niemand muss dabei alle Figuren können.
Wer zum ersten Mal die Welt der Luftakrobatik betritt, ist meist überwältigt von der schier endlosen Fülle an Figuren und Tricks im Pole Dance. Auf Social Media Plattformen oder in Shows sieht man atemberaubende Flexibilität, nahezu schwerelose Lifts und dynamische Spins. Bei vielen Anfängern entsteht dadurch schnell der Eindruck, man müsse für diesen Sport ein unbegrenztes Repertoire an Kunststücken beherrschen.

Doch die Realität im Trainingsalltag sieht anders aus. Das Universum der Bewegungen ist zwar riesig und wächst durch die Kreativität der weltweiten Szene stetig weiter, aber niemand muss und kann jede einzelne Position beherrschen. Der Sport bietet den großen Vorteil, dass sich jede Person genau auf die Bereiche spezialisieren kann, die den eigenen anatomischen Voraussetzungen und persönlichen Vorlieben am besten entsprechen.
Um in diesem vielfältigen Feld den Überblick zu behalten, hilft eine Unterteilung der Pole Dance Figuren in grobe Hauptkategorien.
Basics
Bevor an komplexe Combos gedacht werden kann, steht der Aufbau einwandfreier Grundlagen an erster Stelle. Die Basic Elemente bilden das Fundament, auf dem die gesamte Sicherheit, Kraftentwicklung und Bewegungsqualität aufbaut. Diese Grundübungen sollte jede Person beherrschen, die den Sport nachhaltig und verletzungsfrei ausüben möchte.
Zu den wichtigsten Basiselementen gehören die Grundgriffe, saubere Klettertechniken und klassische Spins nahe am Boden. Eine der ersten Pole Dance Figuren, die man erlernt, ist der Pole Sit. Hier hebst du dich zu Beginn mit beiden Händen an der Stange und die Pole liegt zwischen deinen Beinen in der Hüft Innenseite und du kippst dein inneres Becken nach oben.
Ebenfalls grundlegend ist der Skater, eine Vorübung für das Klettern an der Pole. Dein inneres Bein ist etwa 90° gebeugt mit dem Fußspann an der Pole und dein Knie zeigt nach außen. Du ziehst dich mit den Armen und dem Druckaufbau des gebeugten Beins nach oben und streckst dein äußeres bein nach hinten.
Ein weiteres unverzichtbares Element der Pole Dance Figuren ist der Invert. Diesen lernst du oftmals nach deinem Beginner Level. Dabei handelt es sich um deine erste kopfüber Erfahrung in der du lernst deinen Körper kontrolliert in in die sogenannte Chopper Position zu bringen. Hinzu kommt meist schon die Vorbereitung auf den Shoulder Mount bei dem du dich über die Nakenmuskulatur durch druckaufbau der Zugkraft der Arme nach oben ziehen willst.
Im weiteren Verlauf deiner Pole Laufbahn lernst du viele Basic Shapes, einige davon wären:
Superman
Brass Monkey
Allegra
Jade Split
Ayesha
Kraft Shapes
Für diejenigen, die ihre körperliche Stärke austesten und gezielt aufbauen möchten, bieten die Power Shapes die perfekte Spielwiese. Diese Kategorie zeichnet sich dadurch aus, dass die Figuren eine erhebliche Rekrutierung der Muskelketten erfordern.
Ein klassisches Beispiel für eine kraftbetonte Figur ist die Ayesha. Aus einer inversen Position heraus stützt sich der untere Arm fest an der Stange ab, während der obere Arm zieht. Die Beine lösen sich von der Stange und bilden einen V förmigen Straddle in der Luft. Diese Figur erfordert eine enorme Stabilität im Schultergürtel und Core.
Wer sich auf solche Shapes konzentriert, baut eine funktionelle Ganzkörperkraft auf, die in vielen anderen Sportarten ihresgleichen sucht.
Bendy Shapes
Das genaue Gegenstück zu den reinen Kraftfiguren bilden die sogenannten Bendy Shapes. In dieser Kategorie steht die Flexibilität im Vordergrund. Diese Pole Dance Figure wirken auf Beobachtende oft besonders ästhetisch und schwerelos.
Eine der ersten Bendy Shapes die du lernst ist der Jade Split.
Bei diesem Element befindet sich die Person kopfüber an der Stange, hält sich mit den Arm Innenseite und einem Oberschenkel fest und spreizt die Beine in einen waagerechten Spagat, während die innere Hand das Becken hält.
Bendy Shapes erfordern passive sowie aktive Flexibilität. Die Muskulatur muss in der Lage sein, das Gelenk auch in extremen Bewegungsausmaßen sicher zu halten und zu steuern, um Verletzungen des Bandapparates zu vermeiden.
Individuelle Pole Dance Figuren
Die Aufteilung in diese Kategorien verdeutlicht, wie vielseitig die körperlichen Anforderungen sind. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass man in allen Bereichen gleichermaßen sein muss. Der menschliche Körper bringt individuelle Voraussetzungen mit. Manche Menschen verfügen von Natur aus über eine hohe Bindegewebstoleranz und erlernen Bendy Shapes mühelos, während sie länger für den Kraftaufbau benötigen. Andere besitzen eine ausgeprägte Muskelstruktur und glänzen bei kraftvollen Positionen, tun sich aber mit Flexibilität schwer.
Das Schöne an diesem Sport ist die absolute Freiheit der Gestaltung. Du kannst dein Training genau so ausrichten, wie es dir Freude bereitet und deinem Körper gut tut. Wenn dir kraftvolle Elemente liegen, kannst du deinen Schwerpunkt komplett darauf legen. Wenn du lieber fließende, flexible Linien willst ist das ebenso wertvoll. Einzig die beschriebenen Basic Techniken solltst du als solides Fundament verinnerlichen, um in jeder Kategorie sicher und kontrolliert zu arbeiten.
Eigenes Tempo
Das Spektrum der Pole Dance Figuren ist eine unerschöpfliche Quelle für Motivation und persönliches Wachstum. Von den unentbehrlichen Basics über athletische Kraftakte bis hin zu geschmeidigen Flexibilitätselementen hält jede Kategorie ihre eigenen Reize bereit. Konzentriere dich darauf, die Grundlagen sauber zu lernen und erkunde anschließend Schritt für Schritt die Formen, die dir am meisten zusagen. Mit Geduld und regelmäßigem Training wirst du deinen ganz persönlichen Weg an der Stange finden und stetig über dich hinauswachsen.
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