Poledance Choreo erklärt
- 31. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Du brauchst weder Vorkenntnisse, noch Pole Dance Heels für deine erste Stunde.
Die Verbindung von Akrobatik und künstlerischem Ausdruck begeistert durch seine einzigartige Mischung aus athletischem Kraftaufbau und tänzerischer Freiheit. Während in den reinen Technikstunden der Fokus vor allem auf dem Erlernen einzelner Figuren, Klettertechniken und Spins liegt, fügt der Tanz am Boden und an der Pole diese Einzelelemente zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk zusammen.

Die tanzbasierte Bewegung bringt die gelernte Kraft erst richtig zur Geltung und verwandelt isolierte Tricks in eine fließende Geschichte voller Emotion und Dynamik.
Viele Interessierte blicken jedoch mit einer gewissen Skepsis auf diesen künstlerischen Teil des Trainings. Oft hält sich der Glaube, man müsse bereits eine jahrelange Tanzerfahrung mitbringen, perfekt im Takt sein oder über eine außergewöhnliche Beweglichkeit verfügen, um eine Choreografie zu erlernen.
Diese Sorge ist unbegründet. Der Einstieg in diesen Tanzbereich ist so gestaltet, dass wirklich jeder Mensch ohne jegliche Vorkenntnisse sofort mitmachen kann. Es geht nicht darum, von Beginn an fehlerfreie Höchstleistungen abzuliefern, sondern darum, ein Gefühl für den eigenen Körper und die Musik zu entwickeln.
Poledance Choreo an jedes Level angepasst
Ein professioneller Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass die Tanzabfolgen exakt auf den aktuellen Leistungsstand der Teilnehmenden abgestimmt werden. Das bedeutet, dass eine Choreografie für Anfänger völlig anders aufgebaut ist als eine Sequenz für Fortgeschrittene.
In den ersten Stunden stehen einfache, fließende Bewegungsabläufe im Vordergrund. Du lernst, wie du dich elegant um die Stange herum bewegst, wie du einfache Spins miteinander verbindest und wie du weiche Übergänge auf dem Boden, das sogenannte Floorwork, gestaltest.
Die einzelnen Schritte werden in kleine, leicht verständliche Bausteine zerlegt und Schritt für Schritt eingeübt. Wenn eine bestimmte Bewegung noch zu schwer fällt, bietet der Trainer sofort Anpassungen an. So kann eine Bewegung beispielsweise näher am Boden ausgeführt oder durch einen einfacheren Übergang ersetzt werden.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass niemand überfordert wird und der Spaß an der Musik immer im Mittelpunkt steht. Mit wachsender Kraft und Erfahrung werden die Abfolgen nach und nach komplexer, schneller und um akrobatischere Elemente ergänzt.
Verschiedenen Tanzstile
Ein besonderer Reiz liegt in der enormen stilistischen Bandbreite. Dieser Sport ist keine starre Disziplin, sondern bietet Raum für die unterschiedlichsten künstlerischen Facetten. Je nach persönlichem Geschmack, aktueller Stimmung oder musikalischer Vorliebe kannst du dich in völlig verschiedenen Stilrichtungen ausprobieren.
Contemporary Pole
Diese Richtung verschmilzt Elemente des zeitgenössischen Tanzes mit Akrobatik an der Stange. Hier stehen emotionale Ausdrücke, fließende Linien und bodennahe Sequenzen im Vordergrund. Die Bewegungen sind oft weich, organisch und barfuß oder in Socken, wobei die Musik von ruhigen Instrumentalstücken bis hin zu modernem Pop reichen kann.
Hard Style
Für all jene, die es etwas kraftvoller, dynamischer und rebellischer mögen, bietet der Hard Style die perfekte Spielwiese. Dieser Stil zeichnet sich durch schnelle, kantenbetonte Bewegungen, kraftvolle Akkorde und eine hohe Energie aus. Hier treffen oft schnelle Moves, Akzente auf den Beat, Kicks und explosive Übergänge aufeinander.
Classic
Daneben existiert die klassische Richtung, oft als Classic oder Exotic Pole bezeichnet. Diese Stilrichtung betont die Eleganz, den fließenden Hüftschwung und die sinnliche Komponente des Tanzes. Sie legt großen Wert auf präzise Beinarbeit, elegante Linien und das Spiel mit der Schwerkraft. Durch diese Vielfalt findet garantiert jede Person genau den Stil, der am besten zur eigenen Persönlichkeit passt.
Warum High Heels kein Muss sind
Ein weit verbreitetes Vorurteil besagt, dass man für das Tanzen an der Stange zwingend Pole Dance Heels tragen muss. Diese Vorstellung schreckt manche Menschen ab, die sich auf hohen Absätzen unsicher fühlen oder schlichtweg lieber flach auf dem Boden stehen. Die klare Nachricht lautet:
Heels sind absolut optional und keineswegs eine Grundvoraussetzung.
Sehr viele Stilrichtungen, wie etwa das erwähnte Contemporary Pole oder viele moderne Low Flow Sequenzen, werden traditionell barfuß oder mit Socken getanzt. Das Barfußtanzen bietet einen hervorragenden Grip auf dem Boden, schult die Fußmuskulatur und verleiht den Bewegungen eine sehr natürliche, geerdete Note. Socken wiederum helfen dabei, sanft über den Boden zu gleiten und flüssige Übergänge im Floorwork zu kreieren.
Wenn du dich später dazu entschließt, das Tanzen auf Absätzen auszuprobieren, geschieht dies völlig ohne Zwang. Heels mit Plateau können zwar durch ihr Eigengewicht das Schwungverhalten unterstützen und die Beine optisch verlängern, sie sind jedoch lediglich ein stilistisches Zubehör und kein Muss für deinen sportlichen Erfolg. Du entscheidest ganz allein, worin du dich am wohlsten fühlst.
Gesteigertes Körperbewusstsein
Das Einstudieren einer festen Abfolge von Bewegungen hat weit mehr als nur einen rein sportlichen Effekt. Wenn du dich voll und ganz auf den Rhythmus der Musik einlässt und die Bewegungen mit deinem Körper umsetzt, schaltet sich der oft stressige Alltagsverstand komplett aus. Du befindest dich in einem Zustand absoluter Präsenz, dem sogenannten Flow Zustand.
Das Wiederholen der Sequenzen schult dein Muskelgedächtnis und verbessert deine Raumorientierung auf spielerische Weise. Du lernst, deinen Körper bewusst wahrzunehmen, Spannungen gezielt einzusetzen und dich selbst in der Bewegung auszudrücken.
Viele Teilnehmende berichten, dass ihnen das Tanzen dabei geholfen hat, bestehende Blockaden abzubauen und ein völlig neues Selbstbewusstsein aufzubauen. Das Gefühl, am Ende einer Stunde eine komplette Sequenz flüssig zur Musik tanzen zu können, erfüllt mit tiefem Stolz und schenkt enorme mentale Energie.
Deine ganz persönliche Ausdrucksform
Das Einstudieren einer festen Tanzsequenz ist der perfekte Weg, um Kraft, Flexibilität und Musikalität miteinander zu verbinden. Du musst weder Vorkenntnisse mitbringen noch vorgefertigten Schönheitsidealen entsprechen.
Ganz gleich, ob du sanfte Bewegungen im Contemporary bevorzugst, dich im Hard Style auspowern möchtest oder den klassischen Ausdruck suchst: Der Unterricht bietet dir den sicheren Rahmen, dich auszuprobieren und dein eigenes Tempo zu finden. Lass die Bedenken hinter dir, wähle deine liebste Musik und erlebe selbst, wie viel Freude, Stärke und Freiheit in einer liebevoll gestalteten Poledance Choreo stecken.
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