Karriere im Pole Sport: Wie viel verdient man als Poledancer wirklich?
- galaxypoledance
- 3. Jan.
- 5 Min. Lesezeit
Einnahmequelle | Durchschnittlicher Verdienst |
Gruppenkurse | 20 - 60€ |
Privatstunden | 70 - 120€ |
Workshops und Masterclasses | 800 - 2500€ (3 -4 Workshops) |
Auftritte und Gigs | 300 - 1000€ |
Selbstständigkeit (Studioinhaber) | 1000 - 3000€ |
Die Entwicklung von Pole Fitness in den letzten Jahren ist beeindruckend. Was einst als Nischensportart galt, hat sich bis zum Jahr 2026 zu einem globalen Milliardenmarkt entwickelt. Immer mehr Menschen entdecken ihre Leidenschaft für die Stange und stellen sich nach einiger Zeit die Frage, ob sie ihr Hobby zum Beruf machen können. Die Vorstellung, den ganzen Tag im Studio zu verbringen und mit dem zu verdienen, was man liebt, ist verlockend. Doch wie sieht die finanzielle Realität aus?

Wer als Poledancer seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, muss verstehen, dass dieser Beruf weit mehr ist als nur das Beherrschen von Figuren. Es ist eine Kombination aus sportlicher Höchstleistung, pädagogischem Geschick und unternehmerischem Denken. Die Einkommensmöglichkeiten sind vielfältig, hängen jedoch stark von der Spezialisierung, dem Standort und dem Bekanntheitsgrad ab. In diesem Beitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf die verschiedenen Einkommensströme von der klassischen Trainertätigkeit über exklusive Privatstunden bis hin zur Gründung eines eigenen Studios.
Der Einstieg:
Honorare für Gruppenkurse
Die meisten Trainer beginnen ihre Karriere als Honorarkräfte in bestehenden Studios. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine freiberufliche Tätigkeit. Die Bezahlung erfolgt meist pro gehaltener Kurseinheit, die üblicherweise zwischen 60 und 90 Minuten dauert.
In Deutschland und dem europäischen Raum liegen die Sätze für angestellte oder freiberufliche Trainer im Jahr 2026 durchschnittlich zwischen 20 und 60 Euro pro Stunde. Ein erfahrener Poledancer mit entsprechenden Lizenzen und einer festen Community kann in renommierten Studios auch höhere Sätze aushandeln. Das Einkommen in diesem Bereich ist jedoch gedeckelt, da man nur eine begrenzte Anzahl an Stunden pro Tag körperlich leisten kann, ohne die eigene Gesundheit zu gefährden. Wer ausschließlich Gruppenkurse gibt, erzielt oft ein solides Basiseinkommen, stößt aber ohne Zusatzangebote schnell an finanzielle Grenzen.
Privatstunden:
Exzellenz wird belohnt
Ein deutlich lukrativerer Bereich für einen Poledancer sind Privatstunden. Hierbei geht es um eins-zu-eins Coaching oder Kleingruppentrainings, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Die Zielgruppe ist breit gefächert: Sie reicht von blutigen Anfängern, die sich in der Gruppe noch unsicher fühlen, bis hin zu fortgeschrittenen Athleten, die sich auf nationale oder internationale Meisterschaften vorbereiten.
Die Preise für eine Privatstunde variieren stark nach Qualifikation und Bekanntheit des Trainers. Ein lokaler Trainer verlangt oft zwischen 70 und 120 Euro pro Stunde. Wenn ein Poledancer jedoch überregionale Bekanntheit erlangt hat oder als Spezialist für bestimmte Techniken (wie zum Beispiel komplexe Combos oder flowige Choreografien) gilt, können die Stundensätze auf 150 bis 250 Euro steigen. Der Vorteil hierbei ist nicht nur der höhere Verdienst pro Stunde, sondern auch die Möglichkeit, intensiver an den Fortschritten der Schüler zu arbeiten, was wiederum die Reputation und damit die künftige Nachfrage steigert.
Workshops und Masterclasses:
Der Weg zum Expertenstatus
Sobald ein Poledancer ein gewisses Niveau erreicht hat und durch soziale Medien oder Wettbewerbe bekannt geworden ist, eröffnet sich der Markt für Workshops. Studios buchen externe Experten ein, um ihren Schülern frische Impulse und spezialisiertes Wissen zu bieten.
Die Vergütung für Workshops erfolgt meist über eine Pauschale oder eine Umsatzbeteiligung. Ein übliches Modell ist eine Mindestgarantie plus ein Bonus pro Teilnehmer. Für ein Wochenende mit drei bis vier Workshops können bekannte Trainer zwischen 800 und 2.500 Euro verdienen, zuzüglich Reisekosten und Unterkunft.
Wer international gebucht wird und als Top-Athlet gilt, kann diese Summen noch deutlich steigern. Dies erfordert jedoch ein hohes Maß an Selbstvermarktung, Reisebereitschaft und die ständige Weiterentwicklung des eigenen Repertoires, um für Studios attraktiv zu bleiben.
Auftritte und Gigs:
Die künstlerische Komponente
Neben der Lehrtätigkeit bietet der Markt für Events und Shows eine weitere Einnahmequelle. Ein Poledancer wird oft für Galas, Firmenfeiern, Musikvideos oder Varieté-Shows gebucht. Hierbei wird weniger die pädagogische Leistung als vielmehr die ästhetische und akrobatische Performance honoriert.
Gagen für einen Auftritt von wenigen Minuten beginnen bei etwa 300 Euro für lokale Events und können bei großen Produktionen oder exklusiven Firmenveranstaltungen mehrere tausend Euro betragen. Wichtig ist hierbei, dass die Vorbereitungszeit – also das Erstellen der Choreografie, das Training und die Kostümauswahl – in die Kalkulation einfließen muss. Zudem ist das Einkommen in diesem Bereich oft saisonal schwankend, mit Spitzenzeiten in der Event-Saison oder rund um die Weihnachtsfeiertage.
Die Selbstständigkeit:
Das eigene Studio als Business-Modell
Der Traum vieler ist es, irgendwann ein eigenes Studio zu eröffnen. Hier ändert sich die Rolle vom reinen Poledancer zum Unternehmer. Das finanzielle Potenzial ist hier am größten, aber auch das Risiko und der Arbeitsaufwand steigen massiv an.
Ein Studio generiert Umsatz primär durch Mitgliedschaften, Zehnerkarten, Probestunden etc. Bei einer Mitgliederzahl von beispielsweise 100 Schülern und einem durchschnittlichen Monatsbeitrag von 80 Euro ergibt sich ein Bruttoumsatz von 8.000 Euro monatlich – nur durch die Kernkurse. Hinzu kommen Einnahmen durch Raummieten, den Verkauf von Kleidung und Zubehör (Grip-Mittel, Pole-Wear) sowie hauseigene Workshops und Events wie Junggesellinnenabschiede.
Dem gegenüber stehen jedoch erhebliche Ausgaben. Die Miete für geeignete Räumlichkeiten mit hohen Decken ist oft der größte Posten. Hinzu kommen Versicherungen, Energiekosten, Marketing, Lizenzgebühren und Personalkosten für weitere Trainer. Auch die Anschaffung und Wartung der Stangen sowie die Einrichtung des Studios (Spiegel, Matten, Beleuchtung) erfordern hohe Anfangsinvestitionen. Ein erfolgreicher Studiobesitzer kann im Monat einen Reingewinn im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich erzielen, sofern das Studio gut ausgelastet ist und die Fixkosten optimiert werden.
Zusätzliche Einkommensquellen im digitalen Zeitalter
Im Jahr 2026 spielt die digitale Präsenz eine entscheidende Rolle für das Einkommen. Ein moderner Poledancer nutzt Plattformen für Online-Coaching, Video-on-Demand-Kurse oder Affiliate-Marketing. Wer eine starke Marke aufgebaut hat, kann durch Partnerschaften mit Herstellern von Pole-Equipment oder Sportbekleidung zusätzliche Provisionen verdienen. Auch das Erstellen von digitalen Tutorials oder Trainingsplänen bietet ein passives Einkommen, das nicht mehr an die direkte körperliche Anwesenheit im Studio gebunden ist.
Die unsichtbaren Kosten der Selbstständigkeit
Wer plant, als professioneller Poledancer zu arbeiten, darf die Abzüge nicht vergessen. Als Freiberufler oder Studiobesitzer ist man für seine Krankenversicherung, Rentenvorsorge und die Versteuerung der Einnahmen selbst verantwortlich. Zudem fallen Kosten für die eigene Weiterbildung, Fahrtkosten und das Material an. Eine solide Kalkulation ist daher unerlässlich, um am Ende des Monats nicht nur den Sport finanziert zu haben, sondern auch Rücklagen für Zeiten bilden zu können, in denen man verletzungsbedingt vielleicht einmal nicht an der Stange stehen kann.
Lohnt sich die Karriere als Poledancer?
Zusammenfassend lässt sich sagen: Man kann als Poledancer sehr gut verdienen, wenn man bereit ist, sich breit aufzustellen. Die Mischung macht das stabilste Einkommen aus. Ein Basiseinkommen durch feste Kurse, ergänzt durch hochpreisige Privatstunden und saisonale Workshops oder Shows, bietet eine gute finanzielle Grundlage. Der Schritt zum eigenen Studio ist der Weg zu echtem Unternehmertum und bietet die Chance auf Skalierung.
Es ist ein Beruf, der Leidenschaft erfordert, aber auch betriebswirtschaftliches Verständnis verlangt. Wer sich nicht nur als Sportler, sondern auch als Dienstleister und Marke begreift, wird im Jahr 2026 in dieser dynamischen Branche nicht nur Erfüllung, sondern auch finanziellen Erfolg finden.
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